Continental Fahrradreifen: Welcher Reifen für welchen Zweck?

Ein Fahrrad heißt auch „Zweirad“ und hat folglich zwei Räder mit passender Bereifung. Doch so einfach ist es nicht! Nicht jedes Fahrradreifenmodell eignet sich für jede Art von Fahrradfahren und für jedes Gelände. Continental bietet daher für jeden Radfahrer und jeden Einsatzzweck die passende Variante.

Continental Fahrradreifen: Auf die Größe kommt es an!

Auf die Größe kommt es nicht an? Von wegen! Zumindest beim Fahrradreifen spielt sie eine erhebliche Rolle und ist der erste Anhaltspunkt auf dem Weg zum richtigen Reifenmodell. Meist ist auf dem alten Mantel noch erkennbar, welche Größe für das betreffende Fahrrad gewählt werden sollte. Dort stehen die Maße für den Durchmesser sowie für die Breite des Fahrradreifens. Außerdem kommt es hier aufs Detail an: Eine weitere Größenangabe, die aus zwei Teilen besteht, nennen die Reifenbreite sowie den Nenndurchmesser der Felge. Damit lässt sich viel exakter herausfinden, wie große die neue Bereifung ausfallen muss!

Nun ist es leider so, dass auf die meisten Felgen verschiedenen Arten der Bereifung passen bzw. unterschiedliche Dimensionen derselben. Der Fachhändler weiß hier allerdings genau, wie groß die Abweichungen im Einzelfall sein dürfen.

Video: Felge, Reifen und Schlauch am MTB – Was passt zusammen? Ausführlich mit vielen Infos

Continental Fahrradreifen: Unterschiede beim Profil

Welcher Fahrradreifen geeignet ist, hängt laut Continental davon ab, für welchen Einsatzzweck der gedacht ist. Soll das Fahrrad in Zukunft langsam und sicher durch die Straßen der Stadt gleiten? Sind damit Ausflüge in wildes Terrain und bergiges Gelände geplant? Geht es um die Ausstattung für ein Tourenrad oder soll ein Rennrad bestückt werden? City-Bikes sind meist mit Allround-Reifen ausgestattet. Dafür bekommen die Radbesitzer ein Reifenmodell, welches gute Rolleigenschaften mitbringt, dabei wenig wiegt und einen guten Pannenschutz bietet.

Wie gut oder nicht gut sich ein Fahrradreifenmodell fährt, hängt vor allem Profil. Wer häufig auf Asphalt unterwegs ist, sollte auf eine glatte Bereifung setzen – „glatt“ ist aber nicht mit „Slicks“ zu verwechseln, die am ehesten für Rennradler in Betracht kommen. Für den Einsatz im Alltag sind sie nicht geeignet, denn die Bodenhaftung ist nicht unbedingt hoch. Vor allem bei Nässe zeigen sich dann die negativen Eigenschaften derartiger Reifenmodelle und es kommt zu einem unsicheren Fahrverhalten.

Stollenreifen, wie sie für Mountainbikes verwendet werden, haben auf der normalen Straße einen zu hohen Rollwiderstand. Dafür sind sie auf weichem Untergrund perfekt, hier krallen sie sich regelrecht fest. Das Treten ist mit dieser Art Bereifung deutlich anstrengender, zumal viele Mountainbiker auch noch mit einem geringen Luftdruck unterwegs sind.

Zur Erklärung: Das Profil hat bei einem Fahrradreifen eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Er haftet auf der Oberfläche (Beton oder Asphalt), was durch die Reibung zwischen Gummi und Reifenoberfläche möglich ist. Ist nun wenig Profil vorhanden, ergibt sich ein guter Rollwiderstand, das heißt, hier gibt es wenig, was das Rad bremsen könnte. Wer nun Angst vor Aquaplaning hat, dem sei gesagt, dass diese Befürchtung unbegründet ist. Die Haftung mag bei Wasser auf der Straße schlechter werden, doch kein Fahrrad fängt wie ein Auto an „zu schwimmen“.

Für raue oder lose Untergründe hingegen ist eine glatte Bereifung völlig ungeeignet. Hier würde jede Tour zur Rutschpartie werden, denn der glatte Gummi würde an der Oberfläche nicht haften. Es braucht laut der Reifenhersteller vielmehr eine Art Verzahnung zwischen Fahrradreifen und Untergrund. Hier gilt: Je loser und tiefer der Untergrund, desto tiefer mus das Profil des Fahrrads sein. Wer damit nun aber auf einem festen Untergrund unterwegs ist, wird die verschlechterten Fahreigenschaften auf dieser Oberfläche bemerken. Leider gibt es „den einen“ Reifentyp nicht – passionierte Radfahrer besitzen daher verschiedene Bereifungen für ihr Fahrrad.

Video: Continental X-King Reifentest auf Bike TV

Fahrradreifen von Continental: Die Felge macht’s

Der Hersteller Continental arbeitet bei der Größenbestimmung von Fahrradreifen mit der ETRTO, was für „European Tyre and Rim Technical Organisation steht. Die Größenangaben sind dann im vorderen Bereich mit zwei Stellen, im hinteren mit drei Stellen eindeutig erkennbar. Ein Beispiel: 23-624 würde bedeuten, dass hier eine Reifenbreite von 23 mm vorliegt und ein Reifendurchmesser von 624 mm. Zu finden ist diese Angabe im Flankenbereich des Reifens. Die Hersteller empfehlen allen Fahrradfahrern, immer nur Fahrradreifen auf Hakenfelgen zu montieren. Dies hat den Vorteil, dass hier ein sicherer Halt gegeben ist – sogar bei einem Luftdruck von mehr als drei bar!

Welcher Fahrradreifen geeignet ist, hängt laut Continental davon ab, für welchen Einsatzzweck der gedacht ist (#01)

Welcher Fahrradreifen geeignet ist, hängt laut Continental davon ab, für welchen Einsatzzweck der gedacht ist (#01)

Continental Fahrradreifen: Öfter mal was Neues

Auch für 2017 hat der Reifenhersteller Continental einige Fahrradreifen frisch aufgelegt und andere komplett neu entwickelt. So gibt es unter anderem das Modell „Grand Prix Attack & Force III“. Dieser Fahrradreifen kommt als Set aus Vorder- und Hinterradbereifung daher und präsentiert sich in einer ausgezeichneten Abstimmung. Vorder- und Hinterrad arbeiten gekonnt zusammen und ergänzen sich in ihren Laufeigenschaften ideal. Für alle Geländefahrer wichtig: Bei diesem Fahrradreifen setzt der Hersteller auf „Vectran“, womit sich ein verbesserter Pannenschutz ergibt. Außerdem sind die Fahreigenschaften wieder einmal verbessert worden, das Gewicht ist sehr gering, die Aerodynamik hervorragend. Radlerherz, was willst du mehr?

Der „CONTACT Plus“ präsentiert sich als perfekter Fahrradreifen für jedes Tourenrad und stellt einen Allrounder auf der Bahn, auf Straßen und Wegen dar. Das Modell ist nach ECE-R75 zertifiziert und ist das weiterentwickelte Modell des Tourenradreifens. Dazu kommt der verbesserte Pannenschutz – Pannensicherheit steht bei Continental ganz oben auf der Prioritätenliste!

Der „CONTACT Speed“ eignet sich vor allem für Fitnessbikes, für Singlespeed-Räder sowie für City Bikes – diese Bereifung ist schnell und einfach montiert, ist mit einem doppelten Pannenschutz ausgestattet und besitzt ein Slickprofil, welches für die bessere Reibung und Haftung aber angeraut ist. Vor allem auf Asphalt machen sich die positiven Eigenschaften des Reifens bemerkbar.

Der „CONTACT“ ist der „Ausgangsreifen“ von Continental, er bringt seine Geschwister „Speed“ und „Plus“ mit. Alle richten sich an andere Radsporttypen – der Contact gilt dabei als Alleskönner für das Trekkingbike. Egal, welcher Untergrund dort kommen mag – mit diesem Fahrradreifenmodell wird er bewältigt. Und das sicher! Dafür entwickelte Continental eine spezielle Lamellenstruktur, mit der sich der Grip deutlich erhöhen ließ. Damit lässt es sich bei Wind und Wetter sowie in der Stadt und auf dem Land gut rollen! Selbst Feld- und Waldwege werden damit nicht zum unüberwindbaren Hindernis – sie müssen allerdings noch ein gewisses Maß an Fahrradfreundlichkeit mitbringen.

Video: Continental Hometrainer im Test + Rollen- vs. Straßenreifen

Schließlich ist diese Bereifung nicht für Mountainbikes gemacht!

Ein weiteres Modell aus dem Hause Continental ist der „CycloXKing“. Wer mit seinem Fahrrad Sport machen möchte, ist mit dieser Bereifung bestens beraten, denn sie ist für alle Untergründe sehr gut geeignet. Ein leistungsstarker Allrounder, der sowohl auf Beton und Asphalt, als auch auf weichen Untergründen eine gute Figur macht. Das Profil zeichnet sich durch Mittellaufstollen aus, die ein hohes Tempo bei gleichzeitiger Laufruhe ermöglichen. Vor allem auch in Kurven zeigen sich die positiven Eigenschaften des Reifens – der Kurvengrip ist wirklich hervorragend. Dies liegt an den überhöhten Außenstollen, die die Kurven auch im höheren Tempo sicher durchfahrbar werden lassen.

Der „Mountain King CX“ eignet sich ebenfalls perfekt für den Sport – allerdings für die Radfahrer, die in jedem Gelände unterwegs sind. Er gilt als Spezialist für Schlammfahrten und zeichnet sich durch seine besonders hohe Haftung am Boden aus. Racer bekommen damit den entscheidenden Vorteil geboten. Bei dieser Bereifung kam es dem Hersteller wieder einmal auf den besonders hohen Pannenschutz an, des Weiteren auf den guten Grip am Hang. Damit lässt sich jeder „Mountain“ bezwingen, denn das tiefe Profil hält das Bike sicher am Boden. Für alle Schlammfreunde und Putzmuffel interessant: Die Stollen sind bei dieser Bereifung angeschrägt und bieten eine sehr gute Selbstreinigung.

Der „Race King CX“ ist die ideale Bereifung für alle, die Wald und Flur unsicher machen wollen – das Modell ist auf technisch höchstem Niveau gefertigt und bietet eine sehr gute Anpassung an den Boden, einen niedrigen Rollwiderstand sowie den perfekten Grip. Die nächste Ausfahrt kann kommen und mit ihr vielleicht das eine oder andere „Race“ über Stock und Stein?

Der „Speed King CX“ ist der Rennreifen aus dem Hause Continental und arbeitet auf trockenem und festem Untergrund am besten. Auch gefrorener Boden ist ideal, wenn es mit dieser Bereifung hinaus gehen soll. Die Mittellauffläche sorgt für Schnelligkeit dank ihrer schuppenförmigen Anordnung. Die Karkasse misst 32 mm und erfüllt damit Wettkampfanforderungen – dieser Reifen ist somit für die normale Tour ebenso wie für Wettbewerbe geeignet.

Diese kleine Übersicht über die aktuellen Modelle des Reifenherstellers Continental zeigt, dass ein Fahrradreifen nicht nur einfach schwarz und rund ist – die einzelnen Ausführungen unterscheiden sich in zahlreichen Details und sind für verschiedene Einsatzzwecke gedacht. Der Radprofi bzw. Fahrradhändler hilft hier gern weiter und berät zur idealen Reifenwahl. Und übrigens: Schwarz muss ein Reifenmodell nicht mehr sein! Der Markenhersteller produziert für die Bereiche City und Trekking auch bunte Ausführungen, für den Bereich „Race“ allerdings beschränkt sich die Farbgebung auf die Seitenwände.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Sergey Ryzhov  -#01: Popova Valeriya

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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