Fahrrad fahren: Gesund für Rücken, Knie & Co.?

Das Fahrrad fahren gesund für Jung und Alt ist, ist nichts neues. Deshalb ist gerade in das Fahrrad fahren Innenstädten so beliebt wie nie zuvor. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob es wirklich so gesund ist, Fahrrad zu fahren und wie sich die Gesundheit fördern lässt.

Gesund mit dem Fahrrad fahren

Fahrräder werden in den Städten immer beliebter, um kleinere Strecken zurückzulegen und auch ohne das eigene Auto unterwegs zu sein. Gleichzeitig soll es die Gesundheit verbessern, selbst aktiv mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und gesund von A nach B zu kommen.

Besonders in Großstädten ist es daher für viele Menschen alternativlos geworden, dem Stau der zahlreichen Fahrzeuge durch das Fahren mit dem Fahrrad zu entkommen und somit auf eine Alternative zu setzen, die gesund und vor allem umweltfreundlich ist.

Genau das sind für viele Fahrradfahrer die entscheidenden Gründe, wenn es um die Wahl des Fahrzeugs geht. Auch Elektroroller sind zunehmend beliebt, doch wirklich umweltfreundlich sind diese in der Regel nicht. Die einzig andere Variante wäre das Laufen, die für viele Menschen allerdings zu langsam ist und auf Dauer nicht so einfach wird.

Da stellt das mit Muskelkraft betriebene Zweirad bereits eine deutliche Verbesserung dar, um eben nicht die komplexen und teilweise langen Wege zu Arbeit und Schule laufen zu müssen.

Video: Fahrrad: Gut für die Umwelt & die Gesundheit? Sportlich und ergonomisch radeln | Gut zu wissen | BR

Zunehmende Beliebtheit des Fahrrads

Besonders in Innenstädten ist das Fahrrad an vielen Stellen bereits zu einer überragenden Entlastung geworden. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel müssen sich somit in vielen Situationen bereits hintenanstellen, da sie nur wenig zuverlässig sind und den Nutzern somit die Planungssicherheit nehmen.

Beim Fahren mit dem Fahrrad kommen die Nutzer somit nicht nur gesund voran, sondern zudem nach der eigenen zeitlichen Planung, um sich nicht auf Fahrpläne, volle Straßen und die anderen Belastungen des Alltags fokussieren zu müssen.

Das Rad selbst ist sehr dünn, sodass auch außerhalb der Straße keine Probleme entstehen. Dies trifft auch auf die zahlreichen Möglichkeiten zum Anschließen des eigenen Fahrrads zu, da es mittlerweile beinahe an jedem öffentlichen Platz eine große Menge an Fahrradständern gibt, an denen das eigene Modell mit einem Schloss abgesichert werden kann.

Vor allem auf kurzen Strecken ist es daher die schnellste Variante, einfach mit dem Fahrrad zu fahren und die typischen Belastungen einer Großstadt hinter sich zu lassen.

Frei und gesund unterwegs beim Fahrradfahren

Doch nicht nur für die Fortbewegung auf der Straße ist das eigene Fahrrad eine gute Wahl. Auch für das Erkunden verschiedenster Umgebungen sowie für Touren durch die Natur ist mit den Fahrrädern eine gute Grundlage geschaffen, durch die sich gesund und schnell vorankommen lässt.

Die klassischen Vorgaben der Straße gelten hierbei nicht, sodass wirkliche Fortschritte erreichbar werden. An vielen Stellen ist durch eine hervorragende Ampelschaltung, gut ausgebaute Radwege und eine funktionierende Struktur bereits eine angenehme Basis für Fahrradfahrer vorhanden.

Das Fahren mit dem Fahrrad gehört hierbei zu den beliebtesten Ausdauersportarten, durch die sich der eigene Kreislauf zunehmend entlasten lässt. Besonders für die Gelenke sind die Fahrräder eine gute Wahl, da sich das Körpergewicht selbst tragen lässt und somit für jüngere und ältere Menschen ein entspanntes Fahren möglich macht.

Durch die eigenen Bewegungen für das Antreiben des Fahrrads wird zudem der Stoffwechsel angeregt, wodurch immer gesund und im Kontext der Natur für eine angemessene Umgebung beim Fahren gesorgt wird.

Das Fahren mit dem Fahrrad gehört hierbei zu den beliebtesten Ausdauersportarten, durch die sich der eigene Kreislauf zunehmend entlasten lässt.

Das Fahren mit dem Fahrrad gehört hierbei zu den beliebtesten Ausdauersportarten, durch die sich der eigene Kreislauf zunehmend entlasten lässt. (#01)

Eine Entlastung für die vollbefahrenen Straßen

Das Radfahren ist für eine Zukunft mit guter Mobilität eine neue Chance, auch ohne Stau und schlechte Laune an das eigene Ziel zu kommen. Auch elektrisch betriebene Fahrräder werden in diesen Kontext zunehmend beliebt, selbst wenn die Komponente der Muskelkraft auf diese Weise deutlich reduziert wird.

Beide Varianten haben den Vorteil, dass sie sich von den Bedingungen der Autos abtrennen und eigene Möglichkeiten für eine innovative Art der Fortbewegung bieten.

Auch wenn das Fahren mit dem Fahrrad in dieser Hinsicht sehr gesund und befreiend sein kann, ist es für die anderen Verkehrsteilnehmer bisher eher eine zusätzliche Belastung. Auf vollen Straßen werden hierzu weitere Wege für Radfahrer integriert, die sich innerhalb der Auslegung des Weges jedoch nur selten anbieten.

So hat der reguläre Fahrzeugverkehr das Problem, immer um Radfahrer herumfahren zu müssen und neue Wege zu suchen, die eigene Effizienz zu steigern und schneller zum Zielort zu gelangen.

Stärkung der Rückenmuskulatur

Auch im Sinne der eigenen Gesundheitsförderung ist das Fahren mit dem Fahrrad allerdings ein sehr guter und häufig genutzter Ansatz. Rund um die eigene Rückenmuskulatur führt das Rad zu einer gewissen Entspannung, wodurch sich Schmerzen auf Dauer verringern lassen.

Fahrräder werden auch somit zwar nicht zur Hauptlösung für den Kampf gegen die eigenen Rückenschmerzen, können jedoch eine gute Entlastung für die verspannte Muskulatur sowie den schmerzenden Rücken sein.

Dieser Effekt funktioniert aber natürlich nur mit der richtigen Rückenposition, durch die sich auch die Freundlichkeit für die eigenen Gelenke erhöht und somit für eine gewisse Körperspannung gesorgt ist. Hierbei kann es hilfreicher sein, zunächst einen leichteren Gang zu wählen und dafür das Treten der Pedale möglichst geradlinig durchzuführen.

Auch Überlastungen führen hierbei nicht zur gewünschten Entlastung, sodass mit der Kombination aus der richtigen Sitzposition und den weiteren Grundeinstellungen eine mögliche Art der Gelenkmobilisation geschaffen wird.

und um die eigene Rückenmuskulatur führt das Rad zu einer gewissen Entspannung, wodurch sich Schmerzen auf Dauer verringern lassen.

und um die eigene Rückenmuskulatur führt das Rad zu einer gewissen Entspannung, wodurch sich Schmerzen auf Dauer verringern lassen. (#02)

Nur so wird das Fahrradfahren gesund

Damit das Fahren mit dem Fahrrad nachhaltig gesund wird, müssen rund um die vorherigen Einstellungen einige Details beachtet werden. Nur so wirken die richtigen Kräfte auf den Rücken, sodass dieser während der Betätigung entlastet wird.

Richtige Satteleinstellung

Die Auslegung und Einstellung des Sattels ist grundsätzlich von der eigenen Körpergröße abhängig. Nur so wird es möglich, auch den Griff zum Lenker möglichst proportional zum Körper durchzuführen und somit nicht immer untergreifen zu müssen.

Neben der Einstellung des Sattels sollte auch das Modell stimmen, um die Sitzposition entsprechend der eigenen Wünsche anzupassen. Nicht jede Form passt hierbei auch zum eigenen Körper, sodass zur Not ein anderer Sattel gewählt werden muss, damit das Fahrradfahren entsprechend nicht zu belastend wird.

Richtige Arm- und Beinhaltung

Wenn die Arme und Beine nicht richtig ausgerichtet sind, steigt auch die Belastung des eigenen Körpers. Genau dies ist beim gleichmäßigen Fahren mit dem Fahrrad allerdings zu vermeiden, weshalb auch hierfür die Einstellungen angepasst werden sollten.

Die Beine sind beim Betätigen der Pedale hierzu möglichst vollständig durchzustrecken, um in den Knien und Gelenken für die gewünschte Auslastung zu sorgen. Gleiches gilt für die Arme, um Verkrümmungen zu vermeiden und immer auf eine gerade Körperhaltung zu achten.

Wenn die Arme und Beine nicht richtig ausgerichtet sind, steigt auch die Belastung des eigenen Körpers.

Wenn die Arme und Beine nicht richtig ausgerichtet sind, steigt auch die Belastung des eigenen Körpers. (#03)

Richtige Federung und Rahmenhöhe

Letztendlich unterscheiden sich nicht nur die verbauten Komponenten des Fahrrads, sondern zudem die Grundstrukturen. Daher sollte bereits bei der Wahl der geeigneten Ausführung auf eine möglichst gute Verbindung aus Rahmen und der eigenen Proportion bestehen, um die eigene Fortbewegung gesund zu halten.

Je nach Anwendungsbereich sollte das Rad zudem über eine geeignete Federung verfügen, sodass alle Oberflächen sicher bewältigt werden können.

Auf der Straße Stress abbauen

Das Fahren mit dem Fahrrad ist allerdings nicht nur aus Gründen der Natur und Umwelt sehr gesund, sondern auch aus psychologischen Gründen. So wird nicht nur das Auto einfach Zuhause gelassen, sondern gleichzeitig der Stress, der in Staus, engen Straßen und einer großen Beteiligung auf der Straße zum Ausdruck kommt.

Beim Fahrradfahren ist hingegen jeder Teilnehmer des Verkehrs vollkommen auf sich allein gestellt und gibt sein Tempo selbst an. Vorgaben gibt es außerhalb der Straße nicht, sodass die Tour auf Wunsch eine ruhige Fahrt oder ein wildes Rennen sein kann.

Durch das regelmäßige Fahren mit dem Fahrrad steht daher eine gute und effektive Möglichkeit zur Verfügung, um den Stress nicht mit in den Verkehr zu nehmen und immer die nötige Ruhe zu bewahren. Besonders lange Fahrten können den Geist in dieser Hinsicht entspannen, die eigene Atmung fördern und das innere Gleichgewicht des Körpers fördern.

Das Fahren wird somit zur Grundlage für viele schöne Gefühle, durch die einerseits die eigene Fitness besser wird und andererseits auch die innere Ruhe steigt.

Video: E-Bikes: Fahrradfahren unter Strom | Wie geht das? | NDR Doku

Elektrisch Fahrrad fahren mit dem E-Bike

Damit der eigene Körper allerdings bestmöglich entlastet wird, sollte natürlich auf eine manuelle Ausführung zurückgegriffen werden. Dennoch entscheiden sich viele Fahrer für die E-Bikes, die zwar immer noch auf mechanischer Arbeit und dem Treten basieren, allerdings die härtere Arbeit für die Muskeln übernehmen.

Durch das noch einfachere und dennoch umweltfreundliche Vorankommen wird diese Art der Fortbewegung zunehmend beliebter, da es den Stress und die Anstrengung klassischer Fahrten übernimmt und das Radfahren alltagsfähiger werden lässt.

Die elektrischen Varianten sind somit in gewisser Weise auch gesund und schaffen das gewünschte Gleichgewicht zwischen einer natürlichen Fortbewegung und der gewünschten Effizienz. Für den Aufbau rund um die Muskulatur gilt hierbei jederzeit das Gleiche, da der Rücken nur dann wirklich entlastet werden kann, wenn auch die Einstellungen des Fahrrads stimmen.

Das Fahren mit dem Fahrrad ist daher auch mit der elektrischen Ausführung durchaus gesund und kann zu einem Abbau von Stress und schlechter Laune führen.

Das Fahren mit dem Fahrrad ist gesund!

Wer durch das Radfahren selbst in der Natur nach Antworten suchen- und von der befreienden Umgebung profitieren möchte, findet immer gute Möglichkeiten und Wege. Fahrräder stellen daher besonders in engen Umgebungen eine gute Variante dar, um das Auto zu ersetzen und gleichzeitig die eigene Gesundheit zu schonen.

Bereits ab einem Tempo von 15 Stundenkilometern lassen sich nach einer Stunde mehr als 400 Kilokalorien verbrauchen, sodass Sport und Radfahren möglichst einfach miteinander verbunden werden.

Mit den richtigen Einstellungen hat somit jeder Mensch die Möglichkeit, seine Bewegungsansätze und die Kraft des Alltags für eine klarere Auslegung zu verwenden. Ein passender Sattel, die geeigneten Lenkstrukturen und die richtigen Haltungen ergeben somit ein stimmiges Bild, durch das sich eine Mobilisation der eigenen Gelenke ergibt und die Muskulatur gestärkt wird.

Für einen stressfreieren und möglichst entspannten Alltag ist das Fahren mit dem Fahrrad daher sehr gesund und vor allem eine wirksame Lösung gegen Überlastungen und Schmerzen.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: iko – #01: Oleksiy Rezin – #02: TB studio – #03: Izf

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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